Archiv für März, 2012

Tag 16

Posted in Uncategorized on März 30, 2012 by juraglider

Endlich, Liegestütz! 40 angesagt, mind. 60 gemacht dafür, dass unsere Gruppe geschätzte 12 Versuche brauchte, um sich in der Achtungsstellung zu beherrschen und nicht bspw. in schallendes Gelächter auszubrechen, weil einer den anderen angrinst. Ausserdem wurden heute wahrscheinlich einige Strassenverkehrsgesetze missachtet als nur aufgrund einer „Sondergenehmigung des Kompaniekommandos“ plötzlich entgegen sämtlichen Vorbefehlen Fahrschüler Personentransporte durchführen durften ohne Instruktor auf dem Beifahrersitz. Aber eben: Bfäu isch Bfäu!

Posted in Uncategorized on März 29, 2012 by juraglider

Liegestütz-Zählerstand für diese Woche immer noch 0. Langsam kommt eine gewisse innere Unruhe auf, die wohl vom Nichtstun herrührt. Ich ertappe mich sogar schon hie und da beim Gedanken, freiwillig einige Liegestützen zu machen. Vielleicht ist das aber auch nur die Ruhe vor dem Sturm und sobald wir zurück beim Zug sind werden wir geschliffen wie die Blöden weil wir so lange eine ruhige Kugel schieben konnten. Auf dem Sportplatz rumliegen und Verdauungspausen machen wurde jedenfalls bereits untersagt, jetzt wird eben gedeckt getarnt im Fahrzeug gechillt. Wir werden sehen!

Tag 14

Posted in Uncategorized on März 28, 2012 by juraglider

Tag 2 der Fahrausbildung verlief ähnlich ruhig wie Tag 1. Liegestütz-Zählerstand vor Prüfung der Funktionalität: 0. Nach Prüfung: immer noch 0. Komisch, aber wahr. Am Abend dann doch noch fast durchgedreht, weilirgendwer irgendwie irgend einen Befehl umgehen konnte und uns alle Nacharbeit verrichten liess, statt uns wie den ganzen Tag angekündigt Ausgang zu geben. Grund unbekannt, falsch gemacht haben wir eigentlich nichts.

Tag 13

Posted in Uncategorized on März 28, 2012 by juraglider

Die Fahrerausbildung machen: Eine Kurzschlussentscheidung, der definitiv ein Platz in meinen persönlichen Top 10 zusteht! Liegestützzähler bis LiLö auf 0 geblieben, Funktionstüchtigkeit wird überprüft. Die mindestens 6 Stunden Schlaf sind auch nicht zu verachten, eine Packung schwerer als 5kg gibts genauso wenig wie die Flinte überallhin mitzuschleppen und grundsätzlich sitzt man eh fast nur rum. Ausserdem isst man immer in der Kaserne, wird von fast sämtlichen Pflichten wie Nachtwache oder Zimmerchef entbunden und vor allem: am Ende der Ausbildung erhält man nebst der militärischen Fahrberechtigung auch noch die Kat. C1 / D1 im zivilen Führerschein eingetragen. Fazit: Ich habe schon wieder gewonnen!

Tag 11 & Tag 12

Posted in Uncategorized on März 25, 2012 by juraglider

Heute hat der Fahrertest wirklich stattgefunden: Im Rekrutierungszentrum Windisch, ca. eine LKW-Stunde von der Kaserne entfernt. Das ist fast erfreulicher, als dass ich den Test sowie die Selektion danach bestanden habe und die nächsten zwei Wochen eine Fahrausbildung absolvieren werde, denn das bedeutet insgesamt fast zwei Stunden Schlaf. Zudem konnten wir danach in der Kaserne zu Mittag essen statt auf dem Feld und wurden abermals zum Schiessplatz gefahren anstatt marschieren müssen. Am Nachmittag dann noch eine Inspektion über Sturmgewehr-Manipulationen durch den anderen Major, der irgendwie höher in der Nahrungskette steht als der Major vom Kaderselektionsgespräch.
Der Höhepunkt des Tages war allerdings der 10km Eilmarsch vom Schiessplatz über Umwege zurück zur Kaserne, den Zug 4 als schnellster der Kompanie 3 in 95 Minuten mit 8 Minuten Vorsprung auf den nächsten Zug absolvierte. Joggen mit Vollpackung fiel mir noch nie so leicht wie auf den letzten Metern durchs Kasernentor und hoch zum Esssaal. Der Rest des Freitags ist unerheblich, wir haben gewonnen!

Samstag, der schönste Tag der Woche, verlief ohne besondere Vorkommnisse: Nur ein Rekrut aus meinem Zug musste zur Nacharbeit, weil er sich, nachdem er in einer Theorielektion beim Schlafen erwischt wurde, mit dem Major angelegt hatte. Schade für ihn.

Danke B. fürs Abholen am Bahnhof und das zweite Frühstück!

Tag 10

Posted in Uncategorized on März 25, 2012 by juraglider

Erster grosser Leerlauf, ich hab’s genossen: Ein Gruppenführer dachte, der Test für diejenigen, die sich zur Zweitfunktion Fahrer ausbilden lassen wollen, finde bereits heute statt: 1.5 Stunden warten auf den Transport nach Windisch, danach mit dem Duro auf den Schiessplatz gefahren werden statt – wie die anderen – mit Vollpackung hinmarschieren.
Nebst sinnlos erscheinenden Nahkampf-Techniken und etwas weniger sinnlosen Sanitätskenntnissen lernten wir auch erste Manipulationen an der Pistole 75: Eine extrem gefährliche Waffe, ich weiss nicht, in wie viele Läufe ich während des Tages geblickt habe. Nur 750 Gramm schwer und sehr handlich schaffen es so einige ihrer Träger, sich mit der Pistole in der Hand am Kopf zu kratzen, auf jemanden zu zeigen, in der Nase zu bohren oder ähnlich dumme Bewegungen zu machen. Das schlimmste daran: Das Ding kann man nicht einmal sichern! Kein Wunder kriegen das sonst nur Offiziere und Spezialeinheiten. Ein Wunder, wenn während der RS keiner sich oder andere damit erschiesst! Holz anfassen!

Ausserdem das Kaderselektionsgespräch mit dem Major: Keine Ahnung, was ich davon halten soll, aber das fahle Gefühl in der Magengrube, dass die mich länger behalten wollen, bleibt.

Tag 9

Posted in Uncategorized on März 25, 2012 by juraglider

Heute hatte ich die Wahl: Entweder reite ich mich oder den Rest meines Zuges in die Sch**sse: Mache ich meine Sache als Stv Zugführer gut, werde ich es schwieriger haben, nicht weitermachen zu müssen. Vergeige ich das ganze gründlich, um die Kader von der Inexistenz meiner Führungsqualitäten zu überzeugen, gibt’s für den ganzen Zug grobe Unannehmlichkeiten, was unausweichlich zu weniger Schlaf führt. Ich habe mich für die erste Variante entschieden, bin ja kein Kameradenschwein. Glücklicherweise taten mir meine frankophonen Kameraden den Gefallen, gleich beim ersten Termin, wo der „richtige“ Zugführer noch dabei war, 15 Minuten Verspätung einzufahren. Ich hoffe, das reicht, denn sonst waren wir immer pünktlich und überraschend diszipliniert. Theorie über dies und das, die erste EO-Karte fassen, Mittagessen, Pistole fassen, E-Learning mit Sekundenschlaf, der jeweils durch einen rechten Mausklick unterbrochen wurde, Sporttest zum Auswerten der persönlichen Leistungskurve. Komisches Gefühl nach einem eigentlich erfolgreichen Tag die persönliche Leistung zu bereuen, weil sie einen in Schwierigkeiten bringen wird. Am Donnerstag sind die ersten Kaderselektions-Gespräche mit dem Major.

Tag 8

Posted in Uncategorized on März 25, 2012 by juraglider

Tag 8: Ein denkwürdiger Tag für mich. Nach einem anstrengenden Tag auf dem Feld und meinen ersten 12 Schuss Gewehrschiessen kamen wir zurück in die Kaserne Liestal für die Übung „Nachtbueb“, d.h. alles Material putzen. Da unsere Vorgesetzten uns den Sackbefehl aber noch nicht erläutert hatten, ging das ganze ruck-zuck, denn die meisten hatten weder Manns- noch Gewehrputzzeug dabei. Also verschoben wir nach einem kleinen Imbiss wieder nach Frenkendorf. Die kurze Pause nach dem Imbiss liess unser Zugführer nicht ungenutzt und betraute mich (ohne zu fragen, natürlich) mit seiner Stellvertretung für den nächsten Tag. Ausserdem fragte er – gemäss Erwartung – wie es denn bei mir mit Weitermachen aussehe: Nein, unter keinen Umständen, ich reisse hier jetzt meine 21 Wochen ab und gebe mein Bestes, weil es so für alle angenehmer ist, aber danach habe ich durchaus andere Pläne und die haben rein gar nichts mit Uniformen und Gewehren zu tun.
Jetzt (02:30 Uhr) sitze ich auf der Wachstation mit einem Kameraden. 2.5 Stunden Schlaf werden wohl reichen müssen, um 30 Leute einen Tag lang zur richtigen Zeit an den richtigen Ort zu bringen. Ich geh‘ patroullieren, ist gut gegen’s Einschlafen. Arriverderci!

Tag 7

Posted in Uncategorized on März 25, 2012 by juraglider

Der Montag…
Zug intern hatten wir eigentlich gar keinen schlechten Tag, nur sah das der Feldweibel leider anders: Zimmerordnung ungenügend und am Morgen fand das Antrittsverlesen zwei Minuten zu spät statt, wofür wir die Schuld erhielten, obwohl wir eigentlich pünktlich waren. Dementsprechend statt Ausgang am Abend ein Ordnungs-, Putz- oder Tenue-F**k nach dem anderen bis ca. Mitternacht, nur jeweils unterbrochen von einigen Runden laufen und geschätzten 250 Liegestützen.
Resultat: Ich habe laut Kameraden bereits eine Minute nachdem ich mich hingelegt hatte, tief und fest geschlafen.

Tag 5 & Tag 6

Posted in Uncategorized on März 18, 2012 by juraglider

Nun ja… wir konnten nicht früher ins Bett. Nur dank irgend einem Reglement durften wir überhaupt ins Bett, sonst hätte der Feldweibel uns nach eigener Aussage die ganze Nacht durchmachen lassen weil einfach immer noch nicht alle begriffen haben, dass Zeitlimiten einzuhalten sind und während der Übung „Silencio“ nicht geredet wird.

Am Morgen gab es eine planmässige Inspektion unseres Zuges durch den Major, die recht gut gelaufen ist: wir haben 3 aus 5 Punkten erhalten. Am Nachmittag fuhren wir dann nach Ottmarsingen ins Armee Logistik Center aka. Zeughaus, um unsere Ausgangsuniform, Tenue A, sowie die Gasmaske und den Helm zu fassen. Eine willkommene Pause, eine Fahrt dauerte ca. eine Stunde während der wir nur die Sonne geniessen mussten, sonst gar nichts. Die zweite Tageshälfte sorgte leider für ausgleichende Gerechtigkeit: Ich bin zwar überzeugt, dass die Hauptfehler in der Planung und Erklärung lagen, sodass es uns Rekruten kaum möglich war, Befehle richtig auszuführen, aber selbstverständlich interessierte das niemanden und wir kamen trotzdem unter die Räder dafür. Nach LiLö mussten wir dann nochmal zum Zugführer und ihn bitten, einen Kameraden auf die Krankenstation bringen zu lassen, da dieser sich offenbar während einer der zahlreichen Strafrunden, die wir laufen mussten, die linke Achillessehne (an)gerissen hatte. Das KA hatte aber weder einen Fahrer noch einen Notfallarzt in Bereitschaft, also wurde der Rekrut nur mit Schmerzmitteln vollgepumpt und musste ganz normal am Aussenstandort schlafen. Uns anderen bescherte das etwas Milde bei der Zimmerkontrolle am Morgen. Immerhin.

Tag 6 verlief recht ereignislos: Aufstehen, Tenue A erstellen, den 80% der Kameraden, die nicht wissen, wie ein Krawattenknopf geht helfen, irgendwas zu basteln, Frühstücken, packen, nach Liestal verschieben, Antrittsverlesen, Urlaub. Endlich.

Ich bin gespannt auf Woche 2.