Archiv für August, 2012

UOS 19

Posted in Uncategorized on August 30, 2012 by lukibern

Donnerstag bedeutet-wenn alles gut geht- Ausgang. Konsequenterweise bestimmt die Vorfreude auf den Ausgang den ganzen Tag.

Der heutige Tag begann mit dem Programmpunkt Szenarien. Das bedeutete das Bergen, Versorgen und Abtransportieren eines Patienten. Freude herrschte und die Herausforderung machte sämtlichen Beteiligten meines Wissens Spass.
Mein Lieblingsadjutant und ich genossen es stillschweigend die Zeit zusammen. Zwischen uns braucht es nicht viel Worte.

Nachdem die Szenarien abgehandelt und die Patienten retabliert (militärisches Synonym für alle Tätigkeiten, die etwas wiederherstellen) waren, durften wir die Waffe fassen und in Vollpackung unter ein Dach verschieben um so einen Theorieblock zu bestreiten. Wir hatten verschiedenste Szenarien, für die wir Entschlussfassungen ausarbeiten mussten. Ich weiss bis jetzt immer noch nicht, was eine Entschlussfassung beinhaltet, denn entweder michte unser Klassenlehrer keine Zeitangaben oder genau diese fehlten ihm in der Entschlussfassung. Die Verwirrung kippte bald in Gleichgültigkeit.

Mitten in einem Auftrag fiel mir auf, dass noch nicht Mittag war. In dem Moment hätte ich schwören können, es sei Abend (es war bewölkt und daher ein wenig dunkler, die Meteored.). Die Erkenntnis, dass noch der ganze Nachmittag vor und stand, liess mich kurz innerlich kollabieren.

Mittagessen wurde gegessen.

Der Nachmittag verlief ähnlich ereignisreich wie der Winterschlaf eines Murmeltiers, das gerade gestorben ist.
Während solchen Nachmittagen ist man um Laptops mit funktionierender Internetverbindung (Stichwort Youtube) dankbar, denn so war es uns möglich sinnvollen Beschäftigungen nachzugehen.

Am Abend war dann der grosse Auftritt von unserem Feldweibel. Nebst der Arbeit, die er nicht erledigt, staucht er uns auch auf persönlicher Ebene zusammen.
Heute regte er sich beispielsweise darüber auf, das Fresspäckli unter den Betten gelagert wurden. Dies war zwar während vier Wochen kein Problem, aber während jenen vier Wochen war unser lieber Freund und Helfer auch nur eine handvoll Halbtage anwesend.

Eine unerklärliche Phobie vor Überstunden führt offenbar dazu, dass die meisten unserer Zeitmilitärs prophylaktisch zu wenig arbeiten. Also gearbeitet wird zwar seitens Feldweibel sowieso nicht, aber zwischendurch ist er physisch präsent.
Wichtig ist, dass Leute im Ernstfall ihre Stunden aufschreiben und zwei Tage vorbeischauen. Das hilft allen.

Nebst dem, dass er sich und damit uns aufgeregt hatte mit Beleidigungen aller Art, gab er bei rund 20 Grad (eher mehr) den Befehl gab, die Kälteschutzjacke in den Ausgang auszuziehen. Die schützt vor Kälte. Nicht vor 20 Grad. Und auch nicht vor erhöhtem Blutdruck beim empfangen solcher Befehle.

Mit der Wut über unseren überbezahlten, unterpräsenten und -qualifizierten Feldweibel machten wir uns auf in den Ausgang. Übrigens machte unser Freund auch gerade Feierabend. Heute war schon sein zweiter Arbeitstag diese Woche. Der erste war Montag. Ich finde Erholung wichtig und hoffe er findet sie bis nächsten Montag, wenn er wieder nichts machen muss.

Ich habe fertig

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UOS 18

Posted in Uncategorized on August 29, 2012 by lukibern

Der 29.8.2012 wird in die Geschichte eingehen weil dieser Tag stattgefunden hat.

Am Morgen sattelten wir die berühmten Militärvelos und traten in die schweren Pedale um mit unseren paar wenigen Gängen zu kämpfen. Hauptsache, der Kampfrucksack war vorne auf dem Träger montiert. Vorteile: Gewicht vorne beeinflusst Lenkbewegungen ins Unkontrollierbare, Bändel gelangen in vordere Speiche, Bergauffahren wird zur Qual.
Nachteile: siehe Vorteile.
Sie sehen, dass es durchaus Sinn macht, den Rucksack (der heuer wohl sein 70igstes Dienstjahr feier (wir feiern dies nicht, die Red.)) zum Schiessen mitzunehmen, denn beim Schiessplatz können wir die Rucksäcke hinlegen. Ausserdem können wir sie zur Abfahrt wieder aufheben. Zwei Dinge, die ich nicht missen möchte.

Die Schiessausbildung gestaltete sich mit einem Gymnasiallehrer (Oberleutnant) locker und gut. Bei mir ausserdem erfolglos. Ich traf nichts.
Beim freien Ausschiessen wurden dann hemmungslos Schüsse in den Zielhang gejagt. Dabei probierte ich auch die Schiessstellung Hollywood aus. Einhändig mit abgedrehter Hand. Schauspieler schiessen Weltklasse. Ich glaube nie wieder einem Film, in dem ein muskelbepackter Schönling in einem Arm eine wunderschöne, schockierte Blondine hält und einhändig auf 100 Meter Distanz das Ventil vom Reifen eines fahrenden Motorrads schiesst. Einhändig traf ich nichts. Rein gar nichts.

Item.

Am Nachmittag genossen wir eine Ausbildung im Lenken militärischer Fahrzeuge. Gesichter schliefen reihenweise ein und Pulse kullerten in Bereiche runter, die mit dem Leben kaum vereinbar sind. Langeweile war das Stichwort der ersten Hälfte. Der Automechanikeradjutant im einteiligen Tarnanzug erwähnte ausserdem den Vorteil militärischer Fahrsusbildungen „Geld und Zeit spielen hier keine Rolle. Wenn Sie mehr Ausbildung brauchen, gehen Sie einfach noch einmal vier Stunden mit dem Fahrlehrer fahren“

Nach dem Bestehen des Tests wurden wir in Überbrücken, Schneekettenmontieren und Parkdienst (ALLES, was nicht atmet wird im Militär gemäss Reglement gewartet und gereinigt-man nennt es Parkdienst, kurz PD, die Red.) (P.S. offenbar lernt man im Küchencheflehrgang den Besteck-PD, die Red.)

Am Abend stand erneut ein Tutorium auf dem Programm, was auch stattfand.

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht.

Hier wird das Militär parodiert, was nicht unbedingt nötig wäre, denn das macht Ueli’s Verein permanent selbst. Recht gut sogar.

Es grüsst der Stramme Wehrmann

UOS 17

Posted in Uncategorized on August 28, 2012 by lukibern

Tag 17. Ein spezieller Tag in keiner Hinsicht.

Der Tag begann mit der Pflicht, die Küche zu putzen. Wunderbar.

Nach Selbststudium und Vortest machten wir uns daran, uns mittels Infusion gegenseitig Salzwasser in die Venen zu spritzen.

Erinnern Sie sich an den Adjutanten? Es war Liebe auf den ersten Blick. Heute meinte der Berufsunteroffizier mit handbreiten Koteletten und breitem Berndeutsch beispielsweise „Meier (Name geändert, die Red.) ist sowieso eine Klasse für sich“.
Später folgte auch mehrmals das Kompliment, Meier (Name immer noch geändert, die Red.) sei sowieso ein Profi und schaffe das mit links. Es tut gut, Militär von Vorgesetzten geliebt zu werden.
Um so mehr, als ich überhaupt nicht weiss, womit ich es in sein Herz geschafft habe.

Nach dem Mittagessen hatten wir Sport. Stellen Sie sich Militärsport vor. Wir machten ganz etwas anderes. Wir verschoben zu Fuss in das lokale Freibad und hatten eine Stunde zur freien Verfügung.
Wir spielten Beachvolleyball und blödelten auf der Rutschbahn rum.

Manch‘ einer (gut, so mancher war gar nicht zugegen) mag ehrlicherweise gezweifelt haben, ob es Sinn macht, solche Männer mit der Landesverteidigung zu betrauen.
Daran zweifeln wir auch manchmal.
Eine Frau älterer Generation gab uns den wertvollen Tipp mit auf den Weg, auf der Rutschbahn sei man viel schneller wenn man die Hose runterziehe. Eine Heldin.

Nachdem wir uns entsprechend unserem inneren Alter ausgetobt hatten und merkten, dass nicht alles im Leben ernst und olivgrün ist, machten wir uns an Zugschule.
Während einer Stunde verhielten wir uns mehr oder weniger militärisch. Das war es aber für den heutigen Tag. Es genügte uns auch. Man ist hier mit wenig zufrieden.

Nach Formationen und Sammlungen mit Helm hatten wir noch ein wenig Führungsausbildung, die von eher gemütlicher Natur war.
Auf einen Vorschlag eines Kameraden bezüglich eines Vortrages meinte im Durcheinander der Meinungen ein anderer Kamerade laut und entschlossen „Die Idee ist gut, ich bin dagegen.“. Eine schöne Aussage, die so im Raum stehen gelassen wurde.

Nach dem Abendessen hatten wir erneut eine Vorlesung in der Betreuung von Notfallpatienten.

Jetzt sitzen wir um einen Laptop herum und schauen HD Soldat Läppli. Weiterbildung für zukünftige Kader der besten Armee der Welt.

Derweil kauft unser Chef viel zu schlechte Flugzeuge für zuviel Geld.

HD Soldat Läppli 1 : Saab Gripen 0

Schon nur das Preis-/Leistungsverhältnis ist kaum zu übertreffen.

Im Sinne des Generalstabes ist ABV und LiLö.

Sie können ohne Abmelden verfügen.

UOS 16

Posted in Uncategorized on August 27, 2012 by lukibern

Der heutige Tag stand im Zeichen von gar nichts.

Was nichts Schlechtes heisst. Am Morgen sassen hinter den Lehrbüchern und studierten Behandlung von Notfallpatienten. Danach erlitten einige von uns einen Schock erster Klasse (Blutverlust von unter 750ml) denn beim Blutspenden traten wir einen halben Liter Lebenssaft an die Bedürftigeren ab.

Beim Mittagessen konnten wir uns vom Blutverlust erholen und Energie tanken.

Nach der mittäglichen Nahrungszufuhr machten wir uns an eine Führungsprüfung. Weiter gehe ich nicht darauf ein, denn Prüfungen am Komputer im Militär sind einfach zu bestehen oder der Komputer stürzt einfach ab.

Ausserdem hatten wir einige Halswirbelsäurepatienten zu bergen. Mein Lieblingsadjutant hatte Freude, dass ich mich freiwillig als Patient gemeldet habe „Ja, Meier (Name geändert, die Red.). Das ist eine gute Sache“. Er freute sich, mich einsetzen zu können.

Am Abend hatten wir noch eine Vorlesung zum Thema unseres Lehrbuchs, was doch Sinn machte, denn es gab einen praktischen Überblick über das Thema.

Nach den 2 kopflastigen Stunden schauten wir im Zimmer noch ein wenig HD Soldat Lâppli.

Ausserdem wurden wir vom Feldi mit 3.-Klässlern verglichen, was angesichts seinem grossen Einsatz und seiner grossen Kompetenz und Zuverlässigkeit (Ironiealarm) doch angebracht und auch sehr lustig war. Freude herrscht.

Gute Nacht alle zusammen

UOS 15

Posted in Uncategorized on August 24, 2012 by lukibern

Heute begann um 0030. Wir hatten Ausgang bis Mitternacht, gingen aber aufgrund der quasi inexistenten Vornacht bereits viel früher schlafen.
Um 0030 dann ein riesiger Radau und rumrennende Soldaten in den Gängen und überall.

Da ich geweckt wurde, ging ich einfach davon aus, es sei Tagwache und wir müssten aufstehen. Einige dachten, es sei was Ernstes. Nach dem Blick auf die Uhr befürchtete ich eine Nachtübung. Ein Kamerade erklärte mir aber, der Feldweibel habe beim Abendverlesen nur wenige Minuten zuvor den Befehl gegeben, sämtliches Material aus dem Gang ins Zimmer zu verschieben.

Wörter können kaum beschreiben, wie fest ich mich aufgeregt habe. Vor mich hin fluchend, folgte ich widerwillig dem Befehl.
Einige Kameraden mussten noch geweckt werden. Mein Nachbar liess sich nur dadurch aus seiner Traumwelt reissen, indem ich sein Bett ein wenig anhob und zu Boden fallen liess.
Ein Anderer reagierte vorbildlich. Als ich an sein Bett trat, lag er ausgebreitet auf dem Bauch und schien unweckbar. Kaum hatte ich seinen Namen geschriien, stand er augenblicklich stramm und grüsste militärisch. Mir war nicht bewusst, dass Menschen so schnell reagieren können.

Richtig aufgewacht sind wir dann heute Morgen immer noch mit der halben Wut im Bauch, mitten in der Nacht geweckt worden zu sein.

Am Morgen betätigten wir uns im Selbststudium. Was gut klingt, besteht im Zustand, in dem wir uns befanden aus Youtubeclips und Schlafsequenzen.
Anschliessend erledigten wir Aufträge des Oberst. Offenbar hört er uns gerne sprechen, denn wir werden laufend beauftragt, irgendwelche Vorträge über militärische Themen zu halten.
Bemerkenswert die Tatsache, dass ubser Klassenlehrer uns seine Lektionen für die Erledigung der lästigen Pflichten zur Verfügung stellt. Eine solche sinnvolle Flexibilität ist im Militär selten gesehen, besonders seitens Berufsmilitär.

Am Mittagsrapport wurde vom selben Feldweibel, der Gegenstände herumschiesst, wenn er unzufrieden ist und 3/5 Tagen maximal auf Platz ist, unsere Disziplin kritisiert. Ich hoffe, Sie verstehen die Ironie.

Desweiteren wurde ich am Abend aufgrund einiger Systemunklarheiten zusammen mit 75 Kameraden zum Obergefreiten befördert. Nach einer Woche Soldat. Wohl eine der kürzesten Soldatenkarrieren.
Dieser Grad bringt ein wenig mehr Geld aber vor allem werden wir nicht mehr von andern Obergefreiten rumkommamdiert beziehungsweise korrigiert. So halten es offenbar einige Obergefreiten der Nachbarskompanie es für nötig, unsere Handlungen in Pausen und anderen wichtigen Situationen zu korrigieren. Möge es nun ein Ende haben.

Da wir unsere Gewehre abgegeben haben, besteht Unklarheit bezüglich des obligatorischen Schiessens. Schiessen oder nicht schiessen, das ist hier die Frage.
Diese Frage beschäftigt nun den Rechtsdienst des VBS. Das ist die Wahrheit. Es scheint für gewisse Vollzeitangestellte keine bewegendere Frage zu geben, als die ob 120 AdA’s schiessen müssen. Steuergelder wurden nich nie sinnvoller eingesetzt.
Die endgültige Entscheidung wird uns im Verlaufe des Septembers mitgeteilt.

Ich geniesse nun zwei Nächte zuhause. Lange oder zumindest ununterbrochen schlafen. Ich freue mich.

UOS 14

Posted in Uncategorized on August 23, 2012 by lukibern

Wenn das Ziel eines Auftrags im Vordergrund steht, sind die Mittel zum erreichen des Ziels sekundär, solange das Ziel erreicht wird.

Umgekehrt wird ein Auftrag auch ohne Erreichen des Ziels stur ausgeführt, wenn eben der Auftrag im Zentrum steht.

Das Schweizer Militär ist darauf spezialisiert, den Auftrag zu heiligen, ohne jegliche Ziele zu erreichen.

Beispiel: Heute Morgen war um 0145 Tagwache. Das Militär ist verpflichtet alle Soldaten zu verpflegen (Auftrag), damit alle satt sind bzw ihren Kalorienbedarf gedeckt haben (Ziel). Dieser Auftrag wurde erfüllt, indem jeder ein Stück weisses Brot kriegte (Auftrag erfüllt). Das Ziel, unseren Kalorienbedarf nach einer Marschsequenz und vor der nächsten damit zu stillen wurde selbstredend nicht erreicht.
Das Frühstück hatte folgende versteckte Botschaft: Wir möchten euch am liebsten nichts geben, aber wir müssen euch verpflegen und hiermit haben wir unsere Pflicht getan.

Das zu dem.

Mit alibigefülltem Magen durfte während einer halben Stunde jede Patrouille dem
Oberstleutnant die Bereitschaft zum loslaufen melden und sich danach auf den Weg machen.

Der Marsch in 2G-Manier war geprägt von der absurden Sehnsucht, endlich in der Kaserne einzutreffen.

Nach dem Eintreffen wurde das Material und in einem späteren Schritt auch die Menschen der Kompanie geputzt. Wir durften duschen und uns auf das Schiessen vorbereiten.
Das Schiessen verlief zu meiner Überraschung gut und machte sogar noch Spass.
Unser Klassenlehrer liess den Infanterist in sich raus und erklärte uns den Sinn von Doublettenschiessen: Man beschädigt mehrere Organe und nicht nur eins. „Das macht dann wirklich Schnerzen“. Ich denke sämtliche Treffer machen Schmerzen.

Wir genossen zwei Stunden Mittag. Das lasse ich so im Raum stehen.

Nach dem Mittag folgte die nächste Alibiübung: Führungsausbildung. Näher möchte ich darauf nicht eingehen.

Nach schläfrigen (und für einige Soldaten schlafreiche) Führungsstunden, stand ein Kondition und Koordinationtest auf dem Tagesbefehl. Trotz befürchteter Unfähigkeit, diesen lebend zu überstehen, bestanden alle den Test. Es war eine Kopfsache.

Vor dem Ausgang wollte ich das Tshirt, das ich gemäss Befehl bestellt habe abholen. Der Feldweibel war am durchdrehen. Er wanderte in der Weltgeschichte (beziehungsweise Kasernengeschichte) rum und fluchte vor sich hin. Die reperaturbedürftigen Gegenstände warf er im Büro rum.

Dank geschickter Intervention vom Liebling aller- einem WK-Oberleutnant musste ich nicht mit diesem Ausbruch von Zeitmilitärwahnsinn (Achtung möglicher Pleonasmus!) konferieren sondern er spielte seine gradmässige Überlegenheit aus, um die Situation zu beruhigen. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle noch einmal an erwähnten Oberleutnant-Sie haben uns den Alltag wahrhaft vereinfacht.

Es sei an dieser Stelle noch erwähnt, das unser ausgebildeter Zeitmilitärfeldi es nicht schaffte, mit einer Liste aller benötigten Gegenstände diese einkaufen zu gehen. Ich nehme an, er ging einkaufen. Nur kaufte er nicht alles ein.
Es scheint schwierig. Vielleicht sollte man Zeitmilitärs mit solchen Aufzrägen nicht derart überfordern.

Der Feldi hat jetzt jedenfalls eine neue Liste von Dingen, die er wieder vergessen kann. So geht das in der besten Armee der Welt.

In solchen Situationen hallen die Worte des Oberst der „exzellenten Logistik der Armee“ in meinen Ohren und auch, dass keine andere Institution über eine solche Logistik verfüge.
Ich kann Tshirts einkaufen. Oder auch nach Einkaufsplan für die ganze Familie einkaufen.

Logistik Militär 0: Privatlogistik 1

Ich wünsche Ihnen eine erholsame Nacht

UOS 13

Posted in Uncategorized on August 23, 2012 by lukibern

Heute begann Übung Duro.

Nach einem relativ witzlosen Morgen ohne grôssere Zwischen- und Vorfälle und Ausbildung in Fraktirversorgunf. bereiteten wir unsere Führungsübung vor. Wir erstellten unsere Packung, bunkerten Farmer und Ähnliches für den Marsch.

Nach dem Mittag meldeten wir uns bereit zur Übung und starteten das Ganze.

Märsche mit Kampfkomplett in der schweizer Armee nennt man auch 2G Märsche, weil man mit gefühlt doppeltem Körpergewicht unterwegs. Die Pflicht, das eigene Material zu schleppen gleicht in dem Sinn einer Jetpilotenausbildung. Ausser das es nicht Spass macht. Item.

Angekommen, richteten wir uns in einem idyllischen Wald mit unseren Biwaks ein und grillierten.
Erinnerungen an meine Pfadfinderzeit kamen hoch, die zwar nie wirklich existierte aber vielleicht gerade wegen ihrer Inexistenz so viel Spass machte.

Mittlerweile wurden wir geschult, wie wir uns im Notfalle zu verhalten haben und sind nun vorbereitet, eine sichere Nacht vorzubereiten.

Offenbar greifen die Russen mit ihrem Panzerbataillon erst morgen früh.

Tagwache ist 0145 und wir werden mit den Pistolen den Panzern entgegentreten und sie mit ungeladenen 9mm Waffen unschädlich machen.

Gute Nacht meine Herren. LiLö nature war bereits vor einer Stunde.

Nastrowje

Dieser Bericht ist aufgrund mangelden Mobilfunkmöglichkeiten im Waadtland mit einem Tag Verspätung erschienen.