UOS 18

Der 29.8.2012 wird in die Geschichte eingehen weil dieser Tag stattgefunden hat.

Am Morgen sattelten wir die berühmten Militärvelos und traten in die schweren Pedale um mit unseren paar wenigen Gängen zu kämpfen. Hauptsache, der Kampfrucksack war vorne auf dem Träger montiert. Vorteile: Gewicht vorne beeinflusst Lenkbewegungen ins Unkontrollierbare, Bändel gelangen in vordere Speiche, Bergauffahren wird zur Qual.
Nachteile: siehe Vorteile.
Sie sehen, dass es durchaus Sinn macht, den Rucksack (der heuer wohl sein 70igstes Dienstjahr feier (wir feiern dies nicht, die Red.)) zum Schiessen mitzunehmen, denn beim Schiessplatz können wir die Rucksäcke hinlegen. Ausserdem können wir sie zur Abfahrt wieder aufheben. Zwei Dinge, die ich nicht missen möchte.

Die Schiessausbildung gestaltete sich mit einem Gymnasiallehrer (Oberleutnant) locker und gut. Bei mir ausserdem erfolglos. Ich traf nichts.
Beim freien Ausschiessen wurden dann hemmungslos Schüsse in den Zielhang gejagt. Dabei probierte ich auch die Schiessstellung Hollywood aus. Einhändig mit abgedrehter Hand. Schauspieler schiessen Weltklasse. Ich glaube nie wieder einem Film, in dem ein muskelbepackter Schönling in einem Arm eine wunderschöne, schockierte Blondine hält und einhändig auf 100 Meter Distanz das Ventil vom Reifen eines fahrenden Motorrads schiesst. Einhändig traf ich nichts. Rein gar nichts.

Item.

Am Nachmittag genossen wir eine Ausbildung im Lenken militärischer Fahrzeuge. Gesichter schliefen reihenweise ein und Pulse kullerten in Bereiche runter, die mit dem Leben kaum vereinbar sind. Langeweile war das Stichwort der ersten Hälfte. Der Automechanikeradjutant im einteiligen Tarnanzug erwähnte ausserdem den Vorteil militärischer Fahrsusbildungen „Geld und Zeit spielen hier keine Rolle. Wenn Sie mehr Ausbildung brauchen, gehen Sie einfach noch einmal vier Stunden mit dem Fahrlehrer fahren“

Nach dem Bestehen des Tests wurden wir in Überbrücken, Schneekettenmontieren und Parkdienst (ALLES, was nicht atmet wird im Militär gemäss Reglement gewartet und gereinigt-man nennt es Parkdienst, kurz PD, die Red.) (P.S. offenbar lernt man im Küchencheflehrgang den Besteck-PD, die Red.)

Am Abend stand erneut ein Tutorium auf dem Programm, was auch stattfand.

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht.

Hier wird das Militär parodiert, was nicht unbedingt nötig wäre, denn das macht Ueli’s Verein permanent selbst. Recht gut sogar.

Es grüsst der Stramme Wehrmann

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