UOS 25

Heute war Montag. Das bedeutet, dass die Woche noch einige Tage dauert.

Diese Woche hiess es, Abzeichen zu holen oder es zumindest versuchen. Am Morgen ging es um das sagenumwobene MSA (Militärsportabzeichen).
Es galt, verschiedene sportliche Disziplinen so gut als möglich hinter sich zu bringen.

Nach den sportlichen Leistungen, wurden wir mittels Zeitmaschine zurück in die RS versetzt und durften unter Anleitung unsere Packung für morgen kontrollieren.
Freude herrschte. Es gibt kaum ein beflügelnderes Gefühl, als jemanden vor sich zu haben, der einem vorschreibt, wo man was warum braucht. Besonders, wenn diese Artikel überflüssig sind. So sind zum Beispiel beim Marsch Gehörpfröpfe (Ohropax) unerlässlich. Keine Frage.

Nach dem Mittagessen mussten wir unsere Laptops abgabebereit machen und bedankten uns noch beim Klassenlehrer für die Zeit und überreichten ihn kleine Geschenke. Er meinte -die militärische Coolness bröckelnd- „Ich bin nicht so gut, solche Sachen zu sprechen aber es hat mor Spass gemacht“. Und er langte sich ans Herz um über den Röstigraben hinweg zu zeigen, dass er gerührt war.

Zum nachmittäglichen Schiesstest gibt es nicht viel zu sagen denke ich.

Am Abend(nachdem die Kûche fürs Nachtessen erneut zu wenig gekocht hatte) wurde ich zimmerintern zum Brigadier befördert. Es gab ein Brigadierabzeichen geschenkt. Ich freute mich unheimlich und pfiff gerade einen Soldaten des Nachbarzimmers zu mir. Er reagierte verwirrt, quittierte aber meine Aktion mit einer liebevollen Ohrfeige. So läuft das. Ich bin nun Brigadier und stolz darauf.

Morgen beginnt nach der Inspektion die Übung Finale. Vorfreude baut sich langsam auf.

Heute wurde unsere Disziplin beim Einrücken vom Oberst kritisiert und er drohte mit Arrest, sollte sich die Disziplin nicht verbessern. Ich denke, das ist eine legitime und reife Vorgehensweise. Wenn ich es für nötig befinde, dann sperre ich ihn ein. Das bewährte “ Prison“ System hat nichts mit Willkür zu tun, sondern mit Wissenschaft. Grossunternehmen weltweit nutzen die Möglichkeiten des Arrests gezielt zur Förderung der Produktivität verschiedener Arbeiter.

So ist es zum Beispiel ein offenes Geheimnis, dass Steve Jobs bei Apple erst Erfolg hatte, als er Arrestzellen einrichten liess und Leute, die gefühlsmässig nich diszipliniert waren einsperren liess.

Ich bin nicht eingebuchtet und werde es auch nicht.

Gute disziplinierte Nacht

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